Spielzeit 2011/2012: Sinfoniekonzerte
9. Sinfoniekonzert
Johann Sebastian Bach
Ouverture (Suite) Nr. 3 D-Dur BWV 1068
Ouverture (Suite) Nr. 4 D-Dur BWV 1069
Wolfgang Amadeus Mozart
Ouverture zur Oper „Lucio Silla“ KV 135
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 – „Jupiter-Sinfonie“
Aus dem Munde von Andrea Marcon, dem Gründer und Chef des weltberühmten, vor allem auf Vivaldi spezialisierten „Venice Baroque Orchestra“, ist dies eine veritable Überraschung: „Bach war wirklich meine erste Liebe seit meinen ersten Klavierstunden und durch ihn bin ich letztendlich auch zur Alten Musik gekommen. Denn mit Bach habe ich gelernt, dass Musik interpretiert sein will, und dass es nicht reicht, einfach die Noten zu spielen.“ Natürlich entdeckt der überzeugte Venezianer auch im Werk des Thomaskantors italienische Einflüsse, vor allem in den langsamen Sätzen – kein Wunder, hat doch Bach nicht wenige Kompositionen des Venezianers Vivaldi bearbeitet. Ihre engste Symbiose gehen die deutsche und die transalpine Musiktradition im Werk von Wolfgang Amadeus Mozart ein, der seine frühen Opern noch für italienische Theater schrieb, den „Lucio Silla“ als 16jähriger für das Mailänder Regio Ducal, im Block seiner drei späten Sinfonien, deren Schlusspunkt die „Jupiter-Sinfonie“ markiert, die Wiener Klassik auf ihren Höhepunkt in Sachen Formvollendung führt und bereits das Tor zur Romantik aufstößt. Andrea Marcon steht erstmals am Pult der Essener Philharmoniker, für die einmal im Jahr ein „historisch informiertes“ Konzertprogramm mit Literatur des Barock und der Frühklassik inzwischen zur festen Größe geworden ist.
19., 20. April 2012, Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal











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