Essener Philharmoniker

Spielzeit 2016/2017: Sinfoniekonzerte

Benjamin Britten “Four Sea Interludes” aus “Peter Grimes”, op. 33a
Edward Elgar “Enigma-Variationen” für großes Orchester, op. 36
Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie Nr. 3 a-Moll, op. 56 “Schottische”

Dirigent Rory Macdonald

Das Vereinigte Königreich: Man denkt an die Queen, schlechtes Wetter und noch schlechteres Essen. Zumindest Letzteres ist ein Klischee, das in den vergangenen Jahren glänzend widerlegt wurde. Von ähnlicher Qualität ist die Musik der Insel, die abseits der Musikzentren auf dem Kontinent eine Sonderrolle spielt. Das Meer, Rätselhaftes und Inspiration: “Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich in engem Kontakt mit dem Meer. Unser Haus blickte direkt auf die See, und zu den Erlebnissen meiner Kindheit gehörten die wilden Stürme, die oftmals Schiffe an unsere Küste warfen und ganze Strecken der benachbarten Klippen wegrissen”, schreibt Benjamin Britten, der aus der ostenglischen Küstenstadt Lowestoft stammt. Edward Elgars Variationen, in denen, so der Komponist, “das Hauptthema nie erscheint, der wichtigste Charakter niemals auftritt”, sind bis heute rätselhaft geblieben. 1829 bereiste der damals 20-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy zum ersten Mal die Inselgruppe vor der Küste Schottlands. Die düstere Natur des Landes verarbeitete er musikalisch in seiner Ouvertüre „Die Hebriden“ und in der dritten Sinfonie.