Essener Philharmoniker

Spielzeit 2016/2017: Sinfoniekonzerte

Pjotr I. Tschaikowski “Romeo und Julia” – Fantasie-Ouvertüre h-Moll für großes Orchester
Francis Poulenc “Gloria” für Sopran, Chor und Orchester, FP 177
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 c-Moll, op. 68

Dirigent Giacomo Sagripanti
Gesangssolistin Zuzana Marková
Chor Philharmonischer Chor Essen
Choreinstudierung Patrick Jaskolka

Zeit seines Lebens zeigte sich Tschaikowski von den Fixsternen der Weltliteratur begeistert, so etwa von Shakespeares “Romeo und Julia”. Seine gleichnamige Fantasie-Ouvertüre führt musikalisch durch die psychologischen Extreme von Hass bis hin zu Liebe. Francis Poulencs sechsteiliges “Gloria” löste bei seiner Uraufführung einen Skandal aus; als zu humorvoll wurde das “Laudamus te” bezeichnet. Poulenc allerdings dachte bei der Komposition nur an “ein paar Benediktinermönche, die ich in ihren fliegenden Kutten Fußball spielen sah”. Für die Komposition seiner ersten Sinfonie nahm sich Johannes Brahms knapp 15 Jahre Zeit, und das nicht zuletzt, um aus dem Schatten Beethovens herauszutreten. Tatsächlich kommt Brahms Beethoven hier sehr nahe, kann sich jedoch zweifelsohne als Erneuerer der Sinfonie bezeichnen, weil er sie aus dem Korsett formaler Enge befreite – vom schicksalhaften Konflikt des ersten Satzes bis zur emotionalen Überwindung (das Alphorn-Thema war sein Liebesgruß an Clara Schumann) im finalen Satz.