Essener Philharmoniker

Spielzeit 2016/2017: Sinfoniekonzerte

Antonín Dvořák Konzert h-Moll für Violoncello und Orchester, op. 104
Josef Suk Sinfonie c-Moll, op. 27 “Asrael”

Dirigent Tomas Netopil
Solist Narek Hakhnazaryan

Antonín Dvořák war lange Zeit nicht gerade begeistert vom Klang des Violoncellos, dessen für sein Empfinden „nasaler“ Klang der oberen Lage ihm anscheinend zuwider war. Dies änderte sich 1894 schlagartig bei einer New Yorker Aufführung eines Cellokonzertes des Amerikaners Victor Herbert: Dvořák nahm sein h-Moll-Konzert in Angriff und komponierte damit einen absoluten Klassiker des Genres, der angeblich Johannes Brahms aufseufzen ließ: “Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann?” Obwohl zum größten Teil in Amerika entstanden, greift das Stück keine Melodien der neuen Welt auf, sondern ist von musikalischen Erinnerungen an Dvořáks böhmische Heimat durchdrungen. Der bekannte Geiger und Komponist Josef Suk war nicht nur Kompositionsschüler (und Lieblingsstudent) von Dvořák, sondern ihm nach der Hochzeit mit dessen Tochter Otylka als Schwiegersohn verbunden. Dvořáks Tod im Jahr 1904 und Otylkas Tod nur 14 Monate später waren der tragische Anlass zur Komposition seines Hauptwerkes “Asrael” – benannt nach dem Todesengel der islamischen Tradition.