Essener Philharmoniker

Spielzeit 2012/2013: Sinfoniekonzerte

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 2 c-Moll – „Auferstehungs-Sinfonie“

Dirigent Stefan Soltesz
Solisten Ailyn Peréz, Michaela Selinger
Vorstellungen & Tickets
Do 18. 07. 2013 20:00 Uhr Restkarten
Fr 19. 07. 2013 20:00 Uhr Restkarten

Für Leonard Bernstein war Gustav Mahler „nicht nur ein großer Sinfoniker, sondern auch einer der gewaltigsten Dramatiker der letzten hundert Jahre […] Jede seiner Sinfonien benimmt sich wie eine Oper“, bekannte der amerikanische Komponist und Dirigent, der Entscheidendes für die endgültige Durchsetzung Mahlers im Repertoire leistete. Vor allem die 1895 in Berlin uraufgeführte „Auferstehungs-Sinfonie“ mit ihrem Einsatz von Gesangssolistinnen, Chor und Orchester entspricht dieser Vorstellung eines musikalischen Dramas für den Konzertsaal. Sie kreist Mahlers eigenen Programmentwurf zufolge um die Frage: „Was bedeutet der Tod – gibt es Fortdauer?“ Musikalisch findet er darauf durchaus unterschiedliche Antworten und Reaktionen: Von „wehmütigen Erinnerungen“ über einen „Aufschrei der Verzweiflung“, der „Stimme des naiven Glaubens“ bis hin zu „apokalyptischen Visionen“ und einem „Ausblick auf Erlösung“ im monumentalen Finale.
Nach dem vierten Satz – einer Art Orchesterlied für Altstimme mit dem Text „Urlicht“ aus „Des Knaben Wunderhorn“ – enthält der fünfte und letzte die zentrale Botschaft der Sinfonie: „Sterben werd’ ich, um zu leben!“. Neben den Solistinnen Ailyn Peréz (Sopran) und Michaela Selinger (Alt) singen der Opern- und der Extrachor des Aalto-Theaters sowie der Philharmonische Chor Essen unter GMD Stefan Soltesz die Klopstock-Ode „Aufersteh’n, ja aufersteh’n“, von der das Mahlersche Opus den Beinamen erhielt.