Essener Philharmoniker

Spielzeit 2011/2012: Sinfoniekonzerte

Richard Strauss
„Don Quixote“ op. 35 – Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters
Franz Liszt
Mephisto-Walzer Nr. 1 A-Dur –
„Der Tanz in der Dorfschenke“ (Fassung für Orchester)
„Hungaria“ – Sinfonische Dichtung Nr. 9

„Ob er ein Narr, ein Weiser war, das ist nicht klar, doch offenbar ging er zum Himmel ein“, schrieb Cervantes über seinen Ritter von der traurigen Gestalt. Richard Strauss sparte in seinen „Fantastischen Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters“ nicht an Spott über den Edelmann: „Er ist sehr originell, durchaus neu in den Farben und eine recht lustige Vorführung aller Schafsköpfe, die’s aber nicht gemerkt haben, sondern darüber noch gelacht haben“, schrieb der Komponist nach der Uraufführung 1898. Den Solopart in Straussens verkapptem Cellokonzert übernimmt István-Alexander Gaal, erster Solocellist der Essener Philharmoniker. Franz Liszt, dem Jubilar des Jahres anlässlich seines 200. Geburtstags, gilt der zweite Teil dieses Konzerts unter der Leitung von GMD Stefan Soltesz zum Auftakt der Abonnementskonzerte der Essener Philharmoniker. Jahrzehntelang nur als komponierender Klaviervirtuose eingeschätzt, wurde Liszt erst in jüngerer Zeit als einer der Wegbereiter moderner Orchestermusik und Orientierungspunkt der so genannten Neudeutschen Schule erkannt –
der er trotz eines heroischen Werks wie der sinfonischen Dichtung „Hungaria“ weit eher zuzurechnen ist als einer ungarischen Nationalmusik.
29., 30. September 2011, Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal