Essener Philharmoniker

Spielzeit 2016/2017: Kammerkonzerte

Im Aalto-Foyer

Joseph Haydn Klaviertrio Nr. 39 G-Dur, Hob. XV:25
Bohuslav Martinů Duo Nr. 1 für Violine und Violoncello, H 157
Antonín Dvořák Klaviertrio Nr. 2 g-Moll

Mit István-Alexander Gaal, Violoncello | Birgit Seibt, Violine | Bernd Puschmann, Klavier

Nicht wenige Komponisten haben sich musikalische Inspiration aus dem Ausland geholt und dabei – scheinbar paradox – zu ihrer ganz eigenen Tonsprache gefunden. So war etwa der langjährige Aufenthalt am Hof des Fürsten Esterházy für Joseph Haydn nicht nur lukrativ, sondern bot ihm auch ausreichend Gelegenheit, sich mit den Melodien Ungarns vertraut zu machen. Noch in seinen späteren Londoner Werken klingt diese Zeit nach, ganz besonders im G-Dur-Trio und seinem berühmten dritten Satz, dem ungarischen Rondo. Der Tscheche Bohuslav Martinů hatte sich 1923 nach Paris begeben, um dort “die Klarheit des französischen Stils” näher kennenzulernen. Genau diese ist kennzeichnend für das 1927 entstandene, neobarock gehaltene Duo für Violine und Violoncello, das nach zwei Virtuosen ihres Instruments verlangt. Dvořáks g-Moll-Trio schließlich entstand unter dem spannungsvollen Verhältnis der Freundschaft zu Brahms einerseits und seiner musikalischen Neigung zu Liszt und Wagner andererseits. Diesen Einfluss der deutschen Romantik balanciert der Komponist jedoch durch den Einsatz von slawischen Tanzrhythmen aus.