Essener Philharmoniker

Spielzeit 2016/2017: Kammerkonzerte

Im Aalto-Foyer

Johannes Brahms Streichsextett Nr. 2 G-Dur, op. 36
Max Reger Streichsextett, op. 118 (2. und 3. Satz)
Adolf Busch Streichsextett, op. 40

Mit Florian Geldsetzer, Violine | Ulrike Nahmmacher, Violine | Kathrin Guerra Gonzalez, Viola | Martin Vollmer, Viola | Almuth Hett, Violoncello | Sampo Korkeala, Violoncello

Triosonate, Streichquartett und eben auch das Streichsextett sind die großen Formen, aus der die Musikgeschichte der Kammermusik sich formt. Aber erst musikalische Umgebung – auch die der Vergangenheit –, auf die jeder Komponist reagiert, führt zur Gattungsgeschichte. Gattungen beschreibt man am besten über den Vergleich mit dem, was andere machen bzw. gemacht haben. Was haben Komponisten gekannt, was haben die anderen mit demselben Vokabular gemacht? Das kann man sich an musikalischen Gattungen hörbar klarmachen. Komponisten sprechen in Musik mit- und übereinander, über Generationen hinweg. So wie es Johannes Brahms, Max Reger und Adolf Busch getan haben. Für letzteren etwa war die Begegnung als junger Musiker mit Max Reger prägend, der wiederum klanglich in der Tradition von Johannes Brahms einzuordnen ist. Wer ein Gipfelwerk als kausal unausweichliches Einzelereignis darstellt, bekommt zwar schneller Ordnung in die Dinge; dagegen beginnt Musikgeschichte immer auch mit dem Gedanken, “dass alles auch hätte anders kommen können”.