Essener Philharmoniker

Spielzeit 2017/2018: Kammerkonzerte

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquintett g-Moll für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncello, KV 516
Johannes Brahms Streichquintett G-Dur für 2 Violinen,
2 Violen und Violoncello, op. 111

Mit Florian Geldsetzer, Violine | Sarah Koenen, Violine | Annette Meier-
Krüger, Viola | Martin Vollmer, Viola | Almuth Hett, Violoncello

Ein Streichquartett um eine weitere Viola zu erweitern, ist zur Zeit Mozarts ungewöhnlich. Nicht zuletzt deshalb nimmt das Streichquintett KV 516 einen besonderen Platz in Mozarts kammermusikalischem Schaffen ein. Mit g-Moll verwendet er eine Tonart, die er der Opera seria Sacchinis oder Piccinnis entnahm, mit der er dann Opernarien der Todesahnung (etwa in „Mitridate“ oder „La finta giardiniera“) ausstattete. Diese Opernkonvention verwandelt Mozart in “ein” kammermusikalisches g-Moll, das hier zwischen Trauer, Erregung und Verzweiflung changiert, das immer tiefer geht in Zustände des Leids, ohne dabei autobiografisch zu werden. Vielmehr erleben wir eine berührende Meditation über den Tod. Mozarts Streichquintette wurden zum Vorbild für Brahms, der fest entschlossen war: Das G-Dur-Quintett sollte sein letztes Werk werden. Umso erstaunlicher ist es, dass dieses Quintett lebendig, lebensbejahend und vital daher kommt. Ein Schlussgesang, der doch noch nicht ganz beendet scheint.