Orchester: Historie
Geschichte
Die Gründung des Orchesters, das den Ruf Essens als Musikstadt wesentlich geprägt hat, fällt noch ins vorletzte Jahrhundert, nämlich ins Jahr 1899. Bald erhielt es einen neuen Konzertsaal, den Richard Strauss 1904 mit einer Aufführung seiner „Sinfonia domestica“ einweihte. Weitere herausragende musikalische Ereignisse jener Zeit waren die von Felix Mottl 1905 geleitete Uraufführung der „Sinfonietta“ von Max Reger und vor allem die erste Präsentation der sechsten Sinfonie von Gustav Mahler unter der Leitung des Komponisten. Ende der 1990er Jahre musste der im Zweiten Weltkrieg schwer getroffene, früh wieder aufgebaute Saalbau erneut geschlossen werden, ehe man ihn nach umfangreichen Umbauten 2004 als Philharmonie Essen glanzvoll wieder eröffnete.
Als Chefdirigenten des Essener Orchesters wirkten Georg Hendrik Witte (1871–1911), Hermann Abendroth (1911–1915), Max Fiedler (1915–1933), Johannes Schüler (1933–1936), Albert Bittner (1936–1943), Gustav König (1943–1975) und Heinz Wallberg (1975–1991). Von 1991 bis 1997 stand Wolf-Dieter Hauschild an der Spitze des Orchesters. Mit Beginn der Saison 1997/98 trat Stefan Soltesz das Amt des Generalmusikdirektors der Stadt Essen an. Für den Erfolg seiner mittlerweile 14 Spielzeiten andauernden Arbeit spricht die Auszeichnung der Essener Philharmoniker zum „Orchester des Jahres“ 2003 und erneut 2008 im Rahmen einer Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“.
Gastdirigenten
Auch die Auftritte zahlreicher bedeutender Gastdirigenten mit dem Essener Orchester bezeugen dessen Renommee – zu nennen sind hier aus der Vergangenheit u.a. Otto Klemperer, Rudolf Kempe, Hans Knappertsbusch, Bernard Haitink, Günter Wand, Sir Yehudi Menuhin, Krzysztof Penderecki sowie aus den letzten Jahren und aktuell in dieser Saison u.a. Sir Roger Norrington, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski, Vladimir Fedoseyev, Gerd Albrecht, Michael Schønwandt und Jiří Kout, Jesús López-Cobos und Andrea Marcon.
Gastspiele
Die Essener Philharmoniker haben im Rahmen des Henze-Projekts der Kulturhauptstadt RUHR.2010 in der Geburtsstadt des Komponisten, Gütersloh, gastiert sowie bei den Internationalen Richard-Strauss-Festspielen in Garmisch-Partenkirchen, wo sie 2013 erneut eingeladen sind. Ebenfalls gastiert das Orchester 2012 erstmals im Amsterdamer Concertgebouw.
Konzerte
Neben den regelmäßigen Diensten im Aalto-Theater spielen die Essener Philharmoniker mehr als 30 Konzerte pro Saison: Sinfoniekonzerte, Kinder- und Jugend- sowie Sonderkonzerte. Ferner gestalten die Musikerinnen und Musiker eine eigene Kammermusikreihe im Foyer des Aalto-Theaters.
Orchesterakademie
Auch der Nachwuchsförderung gilt das Interesse: Seit 1999 existiert die Orchesterakademie der Essener Philharmoniker, die jungen, professionell ausgebildeten Musikern die Möglichkeit eines zwölfmonatigen Stipendiums bietet












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